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Trendforscher Franz Kühmayer beim Wolf Theiss Employment Round Up

Franz Kühmayer, Trendforscher, geschäftsführender Gesellschafter KSPM und Ralf Peschek, Partner Wolf Theiss, Leiter der Praxisgruppe Employment

Franz Kühmayer, Trendforscher, geschäftsführender Gesellschafter KSPM und Ralf Peschek, Partner Wolf Theiss, Leiter der Praxisgruppe Employment

Das Wolf Theiss Employment Round-Up stand am 24.2.2016 ganz im Zeichen der „Zukunft der Arbeit“.

Franz Kühmayer, Trendforscher und Vordenker der neuen Arbeitswelt, hält bewährte Management-Methoden im digitalen Zeitalter für überholt. Diversität, Kollaboration, Ergebnis- statt Präsenzorientierung, mehr Mut zu Individualismus sowie weniger Struktur und Kontrolle seien die Eckpfeiler auf dem Weg zu einer erfolgreichen Transformation in Richtung zukunftsorientierte Arbeitsformen.

Anwesenheitspflicht von nine to five, ein enges Handlungskorsett, endlos dauernde Meetings und unzählige Conf Calls: laut Zukunftsforscher Franz Kühmayer der wirtschaftliche Tod eines Unternehmens im Jahr 2016. Studien belegen, dass lediglich 6% der Menschen ihre besten beruflichen Ideen am Arbeitsplatz haben. 63% der Arbeitnehmer bearbeiten während eines Conf Calls ihre Mails, 55% essen und 21% shoppen online. Fakten, die im Zeitalter 4.0 gemäß Kühmayer nach Veränderung schreien.

Digitalisierung: nicht nur Wettbewerbs-, sondern Überlebensfrage Kühmayer ist überzeugt, dass die Digitalisierung keinen vorübergehenden Hype darstellt: „Wer das glaubt, täuscht sich und riskiert die Zukunft.“ Digitalisierung sei weit mehr als eine Fabrik mit Internet-Anschluss und ließe sich weder an das IT- noch das Social Media Team delegieren. Neue Arbeits- und Organisationsformen – weg von zentralisierten Hierarchien hin zu fluiden Netzwerk-Strukturen – seien die Antwort auf 4.0.

Collaboration statt Silo-Denken Ralf Peschek, Wolf Theiss Partner und Leiter der Praxisgruppe Employment, sieht Kollaboration als zentrales Element in den neuen Arbeitswelten: „Die abteilungs- und hierarchieübergreifende Zusammenarbeit bietet neue Optionen, die sich bei uns bestens bewährt haben“, so der Gründer der Collaboration-Initiative bei Österreichs größter Anwaltssozietät. „Silo-Denken ist völlig out. Unsere Klienten schätzen das gebündelte Know-how, das wir über Abteilungsgrenzen hinweg zur Verfügung stellen.“

Die Entgrenzung von Arbeitszeit- und raum… Neue Organisationsprinzipien würden Manager auf unsicheres Terrain führen. „Aber wer diese Nuss knackt, zählt eindeutig zu den Gewinnern von morgen“, ist Kühmayer überzeugt. „Es braucht mehr Mut und weniger ängstliches Sicherheitsdenken, mehr Vertrauen in und Freiheit für die Mitarbeiter und weniger Kontrolle und Struktur“.

… erfordert das Lernen neuer Kulturtechniken
Die neue Arbeitsethik habe inzwischen weit über Startups und die Generation-Y hinaus Mitarbeiter aller Altersschichten in allen Branchen erfasst, erläutert Kühmayer. „Daher werden nur jene Unternehmen erfolgreich sein, die Fragen nach zukunftsorientierten Arbeitsformen nicht als reine Recruitingmaßnahme für einige wenige junge Talente interpretieren, sondern gesamthaft und glaubwürdig.“

www.wolftheiss.com

Foto: beigestellt