
Das Vienna International Arbitral Centre (VIAC), die Schiedsinstitution der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), hat mit Franz Schwarz einen neuen Präsidenten. Er folgt auf Nikolaus Pitkowitz. Bestätigt wurde außerdem Patrizia Netal als Vizepräsidentin.
Franz Schwarz ist Partner und Vice-Chair der Praxisgruppe Internationales Schiedsrecht bei der internationalen Anwaltskanzlei WilmerHale und seit 1999 in London tätig. Er war als Parteienvertreter oder Schiedsrichter in mehr als 250 Verfahren involviert und gilt als einer der weltweit führenden Experten im Schiedsrecht. 2020 wurde er von der Republik Österreich zum Mitglied des International Centre for Settlement of Investment Disputes Panel of Conciliators ernannt.
Die starke Position der WKÖ-Schiedsinstitution weiter ausbauen will Schwarz besonders in Mittel- und Osteuropa, das er „als natürliche Heimat von VIAC“ sieht und wo bereits mehr als 41 Prozent aller Streitbeilegungsverfahren durchgeführt werden. „Brücken zu bauen bedeutet für uns, hochqualifizierte Fachleute aus Ost und West zusammenzubringen, die einander auf Augenhöhe begegnen und ihre Perspektiven und Erfahrungen einbringen“, so Schwarz, der auf die steigende Zahl der Verfahren und Schiedsrichter:innen in der CEE-Region verweist, die durch VIAC ernannt werden. Als Erfolgsgeschichte hat sich das „VIAC Community Ambassador Network (CAN)“ erwiesen, das mittlerweile bereits in 33 Ländern aktiv ist. Für Schwarz ist das Netzwerk „ein weiterer Baustein, mit dem wir den Standort Wien als führendes Streitbeilegungs-Zentrum in Mittel- und Osteuropa stärken.“
„Das 50-jährige Jubiläum ist für unsere Schiedsinstitution ein Meilenstein und gleichzeitig ein Sprungbrett für zukünftiges Wachstum. Mit dem Fokus auf Effizienz, Inklusivität und globale Vernetzung möchten wir unsere Position als innovativer Vordenker und Impulsgeber weiter stärken“, ergänzt VIAC-Generalsekretärin Niamh Leinwather.
Die Schiedsinstitution der WKÖ verweist auf ein erfolgreiches Jahr 2024: Im Vorjahr waren 72 Verfahren anhängig, bei denen es um einen Streitwert von 1,94 Mrd. Euro ging. 93 Prozent der Fälle wurden am Standort Wien verhandelt.
Foto: beigestellt









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