Interview: Wie der Rechtsanwalt der Zukunft publiziert

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Dr. Stefanie Kühnberg im Interview

Dazu wirtschaftsanwaelte.at im Gespräch mit Dr. Stefanie Kühnberg, Publishing Editor Law + Economics bei  Springer WienNewYork

Bevor Dr. Stefanie Kühnberg den Karriereweg ins Verlagswesen fand, war sie als Universitätsassistentin am Juridicum Wien, in einer Wiener Wirtschaftskanzlei sowie am Verwaltungsgerichtshof tätig.

„Als Publishing Editor benötigt man die Kontakte zu Anwälten, Professoren und anderen Juristen sowie eine profunde Kenntnis der Rechtsmaterien.“

Red.: Wer sind Ihre Autoren im rechtswissenschaftlichen Verlagsprogramm von Springer?

Unsere Autoren sind nicht nur reine Wissenschafter. Ein großer Teil unserer Praxiskommentare und Handbücher wird von renommierten Rechtsanwälten verfasst. Darunter befinden sich Wirtschaftsrechts-, Familienrechts- sowie Mietrechtsspezialisten.

Red.: Das Verlagswesen befindet sich in einer Zeit des Umbruchs. Wie wird der Rechtsanwalt des nächsten Jahrzehnts publizieren?

SK: Jeder technische Fortschritt – besonders Internet, digitale Buchproduktion und Digitaldruck – hat die Art und Weise verändert, wie wir Bücher publizieren, vermarkten und verkaufen. Das gilt auch für unser rechtswissenschaftliches Programm. Springer hat sich auf diese Veränderungen längst eingestellt. Wir setzen diese neuen Technologien ein, um ein Buchprojekt effizienter publizieren und fördern zu können. Qualität und Anspruch bei Inhalt, Ausstattung und Vermarktung bleiben dabei immer unsere höchsten Ziele.

Red.: Welche konkreten Publikationskanäle und -medien stehen Ihren Autoren zur Verfügung?

SK: Selbstverständlich setzen wir auf die Entwicklungen von Apps und E-Books für mobile Endgeräte, wie das iPad, den Sony eBook Reader oder andere mobile Lesegeräte. Wir arbeiten mit Hochdruck am Puls des modernen Zeitalters. Natürlich bleiben unsere Printausgaben von Büchern und Zeitschriften ein wichtigstes Publikationsmedium, denn viele Anwälte oder Wissenschafters bevorzugen nach wie vor ein gedrucktes Buch.

Red.: Wie kann sich der Rechtsanwalt digitale Inhalte beschaffen?

SK: Wir versuchen unseren Autoren und Kunden die Beschaffung juristischer Inhalte so einfach wie möglich zu machen. Uns ist bewusst, dass ein Rechtsanwalt unter großem Zeitdruck handeln muss. So informiert das neue juristische Web-Portal von Springer – springerrecht.at – nicht nur über unsere Produkte für Juristen (Bücher/Zeitschriften usw.), sondern bietet zahlreiche weitere nützliche Informationen: News, Expertenforen, Multimedia, Veranstaltungen und Kooperationen.

Ferner bietet SpringerLink.com eine schnelle und effiziente Recherche von Literatur und Rechtsprechung als eines der weltweit führenden Online-Informations-Services für Wissenschafter. Es bietet elektronische Daten und Artikel aus rund 2.000 Zeitschriften, eine ständig wachsende Zahl von Nachschlagewerken und E-Books. Neben seinen inhaltlichen Kapazitäten überzeugt  vor allem auch die einfache Bedienbarkeit. Daneben ist ein Großteil unseres juristischen Bücher- und Zeitschriftenprogramms auch auf weiteren Rechtsdatenbanken (RDB, LexisNexis, RIDA) zu finden.

Schließlich stehen für jedes von Springer veröffentlichte Buch auf den Portalen von Google, Amazon und Libreka elektronische Leseproben zur Verfügung.

www.springerrecht.at

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