Türkei: Neu im Schönherr-Netzwerk

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Die zentraleuropäische Rechtsanwaltskanzlei Schönherr weitet ihr Netzwerk durch eine Kooperation mit der Istanbuler Kanzlei Türkoğlu & Celepçi in die Türkei aus. Für Schönherr ebnet dieser Schritt den Weg zu Europas am schnellsten wachsender Wirtschaft.

Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung. Mit Erhan Türkoğlu, Levent Celepçi und ihrem Team in Istanbul konnten wir ausgezeichnete Anwälte für unsere Kanzlei gewinnen. Darüber hinaus wollen wir so unseren one stop shop-Ansatz auf den boomenden türkischen Markt erweitern. Außerdem wird Schönherr zur ersten Wahl für die wachsende Zahl türkischer Investoren in Zentraleuropa – Turkcell, Hedef Alliance Holding oder Renaissance sind hier nur einige Beispiele”, so Christoph Lindinger, Managing Partner bei Schönherr.

Schönherr verfolgt bereits seit Mitte der 1990er-Jahre eine aktive Expansionsstrategie in die Länder Zentraleuropas – damals wurde in Bukarest die erste Niederlassung eröffnet. Seitdem setzt die Kanzlei diesen Weg, der stets auch von der Klienten-Nachfrage gestützt wurde, kontinuierlich fort. Mit dem Ziel, Klienten die besten Beratungsleistungen aus einer Hand in der gesamten Region anbieten zu können, wurde zuletzt 2008 in die Länder Tschechien, Polen und die Slowakei expandiert. „Mit unserer Präsenz in der Türkei ist unser Angebot nun aber tatsächlich einzigartig“, betont Lindinger.

Die Rechtsanwaltskanzlei Türkoğlu & Celepçi wurde 2005 von Erhan Türkoğlu und Levent Celepçi gegründet und hat sich auf Gesellschaftsrecht und M&A-Transaktionen sowie Privatisierungen, Finanzierungen und Handelsstreitigkeiten spezialisiert. Türkoğlu & Celepçi verfügt insbesondere über große Erfahrung bei der Beratung grenzüberschreitender Transaktionen im Energie- und Telekommunikationssektor. „Die Kooperation mit Schönherr bietet ausgezeichnete Chancen für beide Partner. Grenzüberschreitende Fälle gehören zu unserem Arbeitsalltag. Mit Schönherr sind wir nun in der starken Position, türkische Unternehmen mit Engagements in Zentraleuropa optimal betreuen zu können. Gleichzeitig sind wir interessant für all jene Firmen, die im türkischen Markt Fuß fassen wollen. Alles in allem eine klare win-win-Situation für uns und vor allem auch für unsere Klienten“, sagt Levent Celepçi.

Nach türkischem Recht ist es ausländischen Rechtsanwaltskanzleien nicht erlaubt, eigene lokale Niederlassungen in der Türkei zu gründen. Daher berät Schönherr in Mandaten mit Türkeibezug seit zwei Jahren über einen eigenen „Turkish Desk“ in Wien, der bereits seit 2007 eng mit Türkoğlu & Celepçi zusammenarbeitet. Gemeinsam beschäftigen das Istanbuler Büro sowie der Wiener „Turkish Desk“ 24 Juristen – vier davon sind Partner. Während Schönherr-Partner Markus Piuk künftig in Istanbul sitzen wird, werden Alexander Popp (Partner), Karaman Nidal (Junior Partner) und Kazim Yilmaz (Associate) hauptsächlich von Wien aus arbeiten.

Der „Turkish Desk” bei Schönherr beschäftigt sich vor allem mit M&A-Transaktionen sowie Energieprojekten in der Türkei. So hat das Team bereits verschiedene ausländische Investoren aus den Bereichen Handel, Versicherungen, Bau, Öl und Gas sowie Medien bei ihren Investitionen in die Türkei beraten. Zu den Mandanten gehören das börsennotierte österreichische Bauunternehmen PORR AG sowie Trenkwalder, einer der führenden Personaldienstleister Zentral- und Osteuropas. Erst kürzlich beriet das Team Turkcell bei seinem Kaufangebot für Cosmofon, einer von drei mazedonischen Mobilfunkbetreibern, sowie die MET Group of Companies bei verschiedenen Energieprojekten in den Balkanstaaten.

Zu den Referenzprojekten von Türkoğlu & Celepçi zählen unter anderem: der Verkauf und die Übertragung eines Mehrheitsanteils der Hedef Alliance Holding an Boots (UK); die Projektentwicklung eines 890MW Gasturbinenkraftwerkes der MET Group of Companies sowie des österreichischen Energiekonzerns OMV und Lehman Brothers in Samsun; die Beratung eines Konsortiums bei der Privatisierung der Betreiberrechte von sieben Wasserkraftwerken sowie eines geothermischen Kraftwerks; die Beratung von Atrium European Real Estate im Zusammenhang mit türkischen Gewerbeimmobilien-Investments sowie die Beratung von Anbietern im Rahmen eines Anteilsverkaufs des Medical Park Krankenhauses an einen privaten Equity-Fonds.

Christoph Lindinger, Managing Partner

Foto: beigestellt

www.schoenherr.at

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