CHSH berät die Sberbank beim Erwerb der DenizBank

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Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati hat die russische Sberbank (Sberbank) beim Erwerb der türkischen DenizBank A.S. (DenizBank) von deren Gesellschaftern, Dexia NV/SA und Dexia Participation Belgium SA (zusammen Dexia) in Bezug auf den Erwerb der österreichischen Tochtergesellschaft DenizBank AG beraten. Sberbank erwarb 99,85% der Anteile an der DenizBank. Die grenzüberschreitende Akquisition soll voraussichtlich noch im Jahr 2012 vollzogen werden, unterliegt aber noch einigen aufschiebenden Bedingungen, wie den üblichen behörden- und aufsichtsrechtlichen Zustimmungs- und Genehmigungserfordernissen.

Der Kaufpreis beträgt TRY (Türkische Lira) 6,469 Mio. (ca. EUR 2,821 Mrd. bzw. US $ 3,504 Mrd. nach dem derzeitigen Wechselkurs). Die Transaktion umfasst neben der Deniz- Bank auch deren Tochtergesellschaften in der Türkei, Österreich und Russland. Der vereinbarte Kaufpreis ist Gegenstand weiterer Anpassungen zum Closing.

Die Transaktion markiert einen Meilenstein in der 170-jährigen Geschichte der Sberbank. Gemeinsam mit der erst kürzlich abgeschlossenen Übernahme von Troika Dialog und Volksbank International ist der Erwerb der DenizBank die bislang größte Transaktion der Sberbank und gleichzeitig der jüngste Schritt auf dem Weg von einem nationalen Marktführer zu einem international führenden Kreditinstitut. Der Erwerb der DenizBank entspricht der Strategie der Sberbank, ihren Gewinn aus dem internationalen Bankgeschäft zu erhöhen und verschafft der Bank die Möglichkeit, eine führende Position auf dem schnell wachsenden türkischen Markt zu etablieren.

Gemessen an der konsolidierten Bilanzsumme, der Einlagensumme und dem Volumen der Kreditvaluta (Stand 31. März 2012) liegt die DenizBank derzeit an achter Stelle unter den türkischen Banken. Sie ist eine der größten Erfolgsgeschichten des türkischen Finanzsektors.  Ursprünglich im Jahre 1997 vom aktuellen Management als Start-Up gegründet, ist die DenizBank nach der konsolidierten Bilanzsumme heute die fünftgrößte Privatbank der Türkei und kann auf ein beständig starkes Wachstum bei hoher Rentabilität zurückblicken. Allein in der Türkei verfügt die DenizBank über 592 Zweigstellen, hinzu kommen 15 Zweigniederlassungen ihrer Tochtergesellschaften im Ausland. Die österreichische Tochter DenizBank AG und ihre Zweigniederlassung in Deutschland sind besonders aktiv im Einlagengeschäft.

Die Transaktion wurde für die Sberbank von Linklaters CIS (Transaction Counsel), von Taboðlu & Demirhan (Turkish Counsel) und Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati (Austrian Counsel) betreut. Das Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati Team bestand aus Albert Birkner und Claudia Schmidt (M&A), Peter Knobl (Banking) und Bernhard Kofler-Senoner (Merger Control).

www.chsh.com

Foto: Albert Birkner beigestellt

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