ATLAS Rechtsanwälte im Fokus, ein Interview.

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Dimitar Anadoliyski und Wolfgang Sieh, Atlas Rechtsanwälte im Focus
Dimitar Anadoliyski und Wolfgang Sieh, Atlas Rechtsanwälte im Focus

Sie kennen sich beruflich seit fast 15 Jahren und waren bei verschiedenen Wirtschaftskanzleien zur gleichen Zeit Partner. Im Zuge der langjährigen guten und engen Zusammenarbeit haben sich Dimitar Anadoliyski und Wolfgang Sieh entschlossen unter ATLAS Rechtsanwälte die gemeinsame Vision einer neuen Struktur zu realisieren.

Redaktion: In welchen Rechtsbereichen ist ATLAS Rechtsanwälte tätig?

Sieh: Wir sind auf Gesellschaftsrecht und M&A, Unternehmerstreitigkeiten und Immobilienrecht spezialisiert. Im Gesellschaftsrecht machen wir Umgründungen, Unternehmenskäufe, Kapitalmaßnahmen, komplexe Investment- und Syndikatsvereinbarungen, betreuen Mandanten im Gesellschafterstreit, und erledigen für sie das Corporate Housekeeping, somit die täglichen Firmenbuchangelegenheiten.

Anadoliyski: Unser Schwerpunkt im Immobilienrecht liegt auf Transaktionen und Bestandverträge über gewerbliche Immobilien, insbesondere auch auf die Beratung von Handelsunternehmen und Einkaufszentren.
Anadoliyski: Unser Schwerpunkte im Immobilienrecht liegen auf Transaktionen und Bestandverträgen über gewerbliche Immobilien, insbesondere auch auf der Beratung von Handelsunternehmen und Einkaufszentren.

Auch Unternehmerstreitigkeiten gibt es natürlich in allen möglichen Bereichen, aktuell sind wir etwa mit Streitigkeiten aus Vertriebsverträgen, Gesellschafterkonflikten und Nachwehen aus Unternehmenskaufverträgen befasst.

Was sind derzeit die aktuellen Themen die ATLAS Rechtsanwälte beschäftigt?

Anadoliyski: Besonders im Gesellschaftsrecht tut sich sehr viel. Aufgrund der Einführung der FlexCo machen wir nicht nur viele Neugründungen, sondern betreuen auch Umwandlungen von GmbHs in FlexCos.

Sieh: Durch das neue EU-Umgründungsgesetz haben sich die Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Umgründungen geändert. Hier stehen wir teilweise vor faktischen Herausforderungen, weil technische Voraussetzungen, die den Ablauf erleichtern sollen, von vielen Staaten noch nicht umgesetzt wurden.

Was zeichnet ihre Struktur bzw. die Kanzlei aus?

Anadoliyski: Wir bringen beide eine gut 20-jährige Erfahrung aus internationalen Wirtschaftskanzleien mit und sind mit deren professioneller Arbeitsweise „aufgewachsen“. Bei uns erfolgt die Mandantenbetreuung jedoch größtenteils auf Partnerebene und wir Partner sind für unsere Mandanten persönlich da.

Sieh: Unsere Struktur ermöglicht den Aufbau eines stärkeren persönlichen Vertrauensverhältnisses zu unseren Mandanten auf Dauer. Das alles gewährleistet eine effiziente und Besonderheiten der Unternehmen berücksichtigende Umsetzung der Wünsche unserer Mandanten.
Sieh: Unsere Struktur ermöglicht den Aufbau eines stärkeren persönlichen Vertrauensverhältnisses zu unseren Mandanten auf Dauer. Das alles gewährleistet eine effiziente und Besonderheiten der Unternehmen berücksichtigende Umsetzung der Wünsche unserer Mandanten.

Was sind die Pläne für die Zukunft?

Anadoliyski: Wir stehen Wachstum und Anpassung an neue Trends offen gegenüber. Wir sind eine moderne Kanzlei und das nicht bloß optisch und im Auftritt nach außen, sondern auch im Hinblick auf unsere Arbeitsweise und Zielsetzung.

Sieh: Wir wollen auch als Team wachsen. Konkret stehen wir in Gesprächen mit engagierten Rechtsanwälten, mit denen wir uns eine Partnerschaft vorstellen können. Unser Anliegen ist, durch sinnvolle Synergieeffekte das Angebot an die gemeinsamen Mandanten weiterzuentwickeln.

Anadoliyski: Die persönliche Chemie muss allerdings auch stimmen. Wir glauben daran, dass ein gutes Kanzleiklima ein immenser Vorteil für den Mandanten ist, da es Kontinuität und effizienten professionellen Austausch möglich macht. Wir möchten hier daher nichts übers Knie brechen und nehmen uns dafür bewusst Zeit.

ESG ist derzeit bei Unternehmen in aller Munde. Welchen Stellenwert hat ESG bei ATLAS Rechtsanwälte?

Sieh: Als Familienväter ist uns Nachhaltigkeit und die Aufrechterhaltung einer lebenswerten Welt für die nächste Generation auch ein persönliches Anliegen. Wir leben ESG aus Überzeugung und haben daher keine Probleme, wenn wir von Mandanten diesbezügliche Fragen zu unserer Kanzleistruktur erhalten. ESG ist nicht nur in der öffentlichen Vergabe – Stichwort „Green Public Procurement“ ein entscheidendes Thema, der Trend zeigt, dass immer mehr Klienten und Unternehmen bei Kanzleien nachfragen, wie sie nachhaltig arbeiten und sich für Umwelt- und Sozialbelange engagieren.

Dimitar Anadoliyski und Wolfgang Sieh im Gespräch über ESG
Dimitar Anadoliyski und Wolfgang Sieh im Gespräch über ESG

Anadoliyski: ESG durchzieht unseren Kanzleialltag und reicht von der Wahl der Kanzleiausstattung über die Verwendung von nachhaltigen Produkten, verstärkte Digitalisierung zum möglichst papierlosen Büro und nachhaltige Anfahrt bis hin zu nachhaltigen Mitarbeiterkonzepten. Wir haben ein Nachhaltigkeitskonzept erstellt, das wir bei Bedarf unseren Mandanten zur Verfügung stellen.

Viel Glück weiterhin und danke für das Interview.

Fotos, Redaktion: Walter J. Sieberer

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