fwp: „Auswirkungen der Digitalisierung in Rechtsabteilungen österreichischer Banken“

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Dejan Jovicevic, CEO der Brutkasten Media GmbH; Markus Fellner, fwp-Partner; Sophie Martinetz, Managing Partnerin Future-Law; Alexander Schall, General Counsel der Unicredit Bank Austria
Dejan Jovicevic, CEO der Brutkasten Media GmbH; Markus Fellner, fwp-Partner; Sophie Martinetz, Managing Partnerin Future-Law; Alexander Schall, General Counsel der Unicredit Bank Austria

Wie sieht die Zukunft von Rechtsabteilungen unter dem Einfluss der Digitalisierung aus? Dieser Frage ging Fellner Wratzfeld Partner & Rechtsanwälte (fwp) gemeinsam mit Future-Law, LexisNexis und MindTake im Rahmen einer Studie mit Fokus auf Legal Tech- und Digitalisierungsthemen im österreichischen Bankensektor nach.

Die exklusive Präsentation der Studienergebnisse sowie die anschließende Paneldiskussion fanden am 21. Jänner 2020 im Loos Haus statt.

Beeinflusst die Digitalisierung die tägliche Arbeit der Rechtsabteilungen österreichischer Banken? fwp führte in Kooperation mit Future-Law, LexisNexis und MindTake eine Umfrage zu diesem zukunftsweisenden Thema durch und präsentierte die Resultate im Rahmen einer exklusiven Abendveranstaltung am 21. Jänner 2020 in Wien. Im Anschluss diskutieren fwp-Partner Markus Fellner, General Counsel der Unicredit Bank Austria AG Alexander Schall, Gründer von Argus (Legal Tech Start-up) Karl Philip Prinzhorn sowie Managing Partnerin Future-Law Sophie Martinetz über die Ergebnisse. Moderiert wurde die Diskussion von Dejan Jovicevic, CEO der Brutkasten Media GmbH.

Digitalisierung steckt noch in den Kinderschuhen
Durchgeführt wurde eine selektive Befragung von Rechtsabteilungen österreichischer Banken. Gemäß den Befragten ist die Digitalisierung in ihrem Bereich derzeit noch eher schwach ausgeprägt. So hat mehr als die Hälfte hat kein Budget für Legal Tech Tools vorgesehen und nur knapp neun Prozent verfügen überhaupt über eine digitale Strategie. Rund 21 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, die Digitalisierung hätte aktuell einen sehr starken respektive äußerst starken Einfluss auf den Erfolg ihrer Rechtsabteilung.

Digitalere Zukunftsaussichten
Dennoch verspricht sich die Mehrheit einen Kostenvorteil durch eine digitale Beratung und würde digitale juristische Tools, die von ihrem Rechtsberater zur Verfügung gestellt werden, in Anspruch nehmen.

Rund zwei Drittel der Probanden können sich vorstellen, in Zukunft digitale Assistenten für die Aufbereitung von bankrechtlichen und regulatorischen Sachverhalten einzusetzen.
Potential für Banken und Rechtsberater hoch

Trotz der derzeitigen tendenziell schwach ausgeprägten Digitalisierung innerhalb Rechtsabteilungen in österreichischen Banken ist das Potential gemäß den Befragten hoch. So wird beispielsweise der zukünftige Einfluss neuer Geschäftsmodelle respektive neuer Player auf die Bankenbranche als sehr stark eingeschätzt. Mehr als 70 Prozent glauben zudem, dass diese neuen Geschäftsmodelle den Bankenmarkt erobern werden.

Diese Entwicklung zeigt uns, dass Artificial Intelligence ein wertvolles Instrument ist, Transaktionskosten zu minimieren, Abläufe zu vereinfachen sowie Effizienz und Qualität zu steigern. Allerdings sind die rechtlichen Aufgabenstellungen, mit denen wir als Wirtschaftsanwälte täglich konfrontiert werden, viel zu komplex, dass sie vollständig von digitalen Tools realisiert werden können. Denn das ist ja gerade die essentielle Kompetenz eines erfolgreichen Juristen“, betont Markus Fellner.

www.fwp.at

Foto: beigestellt

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