Wiens neue Bim ist von Bombardier – WOLF THEISS erstreitet rechtsgültige Entscheidung vor Verwaltungsgericht

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Manfred Essletzbichler und Philipp Marboe
Manfred Essletzbichler und Philipp Marboe

Der Streit um Wiens neue Straßenbahn-Flotte ist entschieden: Der kanadische Hersteller Bombardier mit Produktion in Wien-Donaustadt setzt sich vor dem Verwaltungsgericht durch – mit der Expertise des Vergaberechtsteams der Anwaltssozietät WOLF THEISS.

Am Donnerstag haben die Richter des Landesverwaltungsgerichts Wien entschieden: Die Vergabe von 156 neuen Straßenbahngarnituren im Wert von EUR 562 Millionen geht an Bombardier in Wien-Donaustadt. Ein Mitbewerber hatte Bedenken über die Barrierefreiheit des Siegermodells angemeldet – das Gericht folgte bei der sechsstündigen Verhandlung am Donnerstag der Argumentation der Vergaberechtsspezialisten von WOLF THEISS; es konnte „nachvollziehbar“ bewiesen werden, dass die Ausschreibungskriterien des „FLEXITY“-Modells von Bombardier eingehalten worden sind. Das Richtertrio ließ sich die Ausschreibungskonformität der Bombardier-Pläne erklären und hat entschieden – „Insbesondere wurde befunden, dass die Auftraggeberin die von der Bietergemeinschaft Bombardier angegebene Einstiegshöhe in die Straßenbahnwaggons technisch schlüssig überprüft hat. Auch die Rollstellplätze, Rollstuhlwendekreise, Fenstergestaltung, Radsatzlasten und Bodenfreiheit waren Gegenstand des Nachprüfungsverfahrens“ – dagegen ist nun kein ordentliches Rechtsmittel mehr zulässig.

Das Vergaberechtsteam von WOLF THEISS leitete Partner Manfred Essletzbichler mit der Unterstützung von Senior Associate Philipp Marboe und den Associates Nina Lassner und Yvonne Herwich. Die „FLEXITY“-Züge werden zwischen 2018 und 2026 ausgeliefert und ersetzen die alten Type-E2-Hochfluggarnituren; sie sind 34 Meter lang und bieten Platz für 211 Fahrgäste – gefertigt werden sie im Bombardier-Kompetenzzentrum für Straßen- und Stadtbahnen in Wien-Donaustadt.

www.wolftheiss.com

Foto: beigestellt