Veronika Haberler: Die höchstgerichtliche Entscheidung

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Veronika Haberler
Veronika Haberler

Der Oberste Gerichtshof in Österreich behandelt jährlich rund 3.000 Rechtsmittel in Zivilrechtssachen. 40 RichterInnen entscheiden in zehn Senaten über die an sie herangetragenen Rechtsfälle. Wie sie dabei ganz konkret vorgehen, untersucht die eben erschienene Studie von Dr. Veronika Haberler.

Erstmals wurde die Entscheidungsfindung am österreichischen Obersten Gerichtshof empirisch beforscht und hierfür RichterInnen des OGH interviewt und die so erhobenen Daten – unter Berücksichtigung relevanter Rechtsquellen (OGHG, OGH-Geo) – interpretativ ausgewertet. Die in den Entscheidungsprozess involvierten AkteurInnen, die Phasen der Entscheidungsfindung, die OGH-internen Konsultationen sowie der diskursive Austausch mit den rechtswissenschaftlichen Datenarchiven werden detailliert beschrieben. Weiters wird analysiert, welche Rolle die Idealtypen richterlicher Tätigkeit beim Entscheiden spielen und wie sich diese auf die den Handlungen eingeschriebenen Logiken der höchstgerichtlichen Entscheidungsfindung auswirken.

Das Buch wendet sich an alle RechtsanwenderInnen, insbesondere RechtsanwältInnen und RichterInnen sowie SozialwissenschaftlerInnen mit dem Schwerpunkt Rechtssoziologie und Rechtspraxisforschung.

Zur Autorin: Veronika Haberler ist promovierte Soziologin (2010, Universität Wien) und seit mehreren Jahren als Beraterin im Wiener Advocatur Bureau tätig. Im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit widmet sie sich insbesondere dem streitigen Gesellschafts- und Stiftungsrecht sowie der empirischen Beforschung gerichtlicher Praxis. Publikationen sind im VS Verlag sowie im Linde-Verlag erschienen.

Publikation: Die höchstgerichtliche Entscheidung. Eine empirische Studie zur Entscheidungsfindung in Zivilrechtssachen am OGH. Verlag: Wiener Advocatur Bureau. ISBN 978-3-9503816-0-3, erhältlich im Buchhandel € 29,-

www.advocatur-bureau.at
Foto: beigestellt

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